Frauentagsfeier

Frauenfeier im Sportheim
 
Die Dodendorferinnen feiern ihren Ehrentag mit Musikprogramm
 
Eine gesellige Frauentags-Feier gab es am Freitagnachmittag im Sport- und Vereinsheim in Dodendorf. Der Chor der Grundschule Osterweddingen hatte ein buntes Musikprogramm vorbereitet.
 

Dodendorf l Über 30 Frauen begrüßte die Vorsitzende der Ortsgruppe Dodendorf der Volkssolidarität, Beate Schulze, am Freitagnachmittag im Vereinsheim am Sportplatz. „Wir begehen heute unseren Ehrentag zum 98.-Mal. Seit 1921 wird er gefeiert. Ich freue mich besonders, so viele von euch heute hier zu sehen.“

Auch der stellvertretende Bürgermeister Dodendorfs, Michael Schmitz, war gekommen und richtete die besten Grüße des Ortschaftsrats an die Gäste der Feier. „1911 fand der Frauentag das erste Mal statt. Erst 1918 haben sich die Frauen das Wahlrecht erkämpft – das war ein Riesenerfolg“, meinte Schmitz in seiner kurzen Ansprache.

Viele hätten dafür ihr Leben gelassen, so Schmitz weiter. Umso unverständlicher sei es für ihn, wie fahrlässig viele Menschen heute mit diesem Recht umgingen. Von daher appellierte er an die Gäste der Feier, von ihrem Wahlrecht am Sonntag, 26. Mai, bei der Kommunalwahl Gebrauch zu machen.

„Der Frauentag ist heute ein umstrittener Tag. Viele sind der Meinung, den brauche es nicht. Ich aber sage: Hut ab vor den Leistungen der Frau! Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück. Wenn eine Frau zurückweicht, holt sie noch mal Anlauf.“

Im Vorfeld hatte Schulze auch ein kleines Programm organisiert. Der Chor der Grundschule Osterweddingen hatte mehrere Musikstücke einstudiert und trug sie vor. Für die Leiterin der Grundschule, Petra Meyer, ist „der Frauentag ein wichtiger Tag. In der DDR hatte die Frau eine besondere Rolle, erfuhr die Frau eine besondere Anerkennung. Die Wertschätzung, dass sie oft Haushalt und Beruf gleichzeitig geschafft hat, war eine viel höhere.“

Schade sei es, dass das heute nicht mehr so ist, meinte Meyer. Der Frauentag wird da wohl nicht helfen, dies wieder umzudrehen. Dieser Tag sei heute mehr zu einem Ritual geworden. Meyer: „Aber wir kommen trotzdem immer wieder sehr gerne hier nach Dodendorf ins Sport- und Vereinsheim, gerade auch weil das alles hier so liebevoll hergerichtet wird.“

Zum Programm des Chors gehörten dann beispielsweise die Lieder „Hip-Hop – Schule ist top“, „Horch, was kommt von draußen rein“, „Mein kleiner, grüner Kaktus, „Tiritomba“ und „Immer wieder wird es Frühling“.

Nach dem Chorprogramm wartete auf die Gäste ein großes Kuchenbüfett – alle selbstgebacken. Und an der Theke versorgte Stephan Stwerak die Damen mit heißen und kalten Getränken.