Redaktionsbesuch

Am 27.03.2019 fuhren wir die Klasse 4 mit kleinen Bussen nach Haldensleben. Erste Station war die Kulturfabrik. Hier erwartete uns schon unser Stadtführer Dirk. Er begleitete uns auf der sogenannten „Rolli-Runde“. Dort sucht man auf einem speziellen Stadtrundgang nach Rollis. Rolli ist der kleine Bruder vom reitenden Roland, dem Wahrzeichen von Haldensleben. Der Rolli ist bei verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Stadt in einer Platte aus Bronze versteckt.

So ging es die Straßen entlang, vorbei an Geschäften, Platanen, dem Rathaus, einem schiefem Haus, einem Gefängnis und dem Bülstringer Turm wo wir jede Menge Rollis aufspürten. Jeder wurde mit einem speziellen Gruß begrüßt, in dem die Hände in die Höhe gestreckt wurden und alle laut „Rolli“ riefen.

Den letzten Rolli entdeckten wir vor der Volksstimme-Redaktion. Die war unser zweites Ziel. Im Rahmen unseres momentanen Projektes SchmaZ hatten wir schon viel über Zeitungen gelernt. Hier erklärte und zeigte uns ein Mitarbeiter der Redaktion wie eine Zeitung entsteht. Das war sehr interessant und spannend.

Nach einem leckeren Mittag in einer Pizzeria ging es dann wieder zurück zur Grundschule.

SchmaZ Projekt

Projekt der Volksstimme und des Kultusministeriums macht Station in Osterweddingen

Bei einem Vortrag im Rahmen des „SchmaZ“-Projekts erklärt ein Lokaljournalist Grundschülern in Osterweddingen die Arbeitsweise von Reportern, den Aufbau einer Tageszeitung und ihre Entstehung.

Von Udo Mechenich 

Osterweddingen l Müssen Sie auch nachts arbeiten? Wie wird man Journalist? Machen im Internet auch Journalisten die Nachrichten? Sagt Ihnen Ihr Chef, was Sie schreiben sollen?

Solche Fragen musste der Journalist beantworten, als er Schülern im Alter von neun bis elf Jahren an der Grundschule in Osterweddingen die Entstehung einer Ausgabe der Volksstimme erklärte.

„Es ist wunderbar, wenn wir den Einblick aus erster Hand bekommen. In Haldensleben können wir das dann mit dem vergleichen, was uns dort Ihr Chef erzählt“, meinte Schulleiterin Petra Meyer nach den Erklärungen des Journalisten.

Bevor der Vortrag zum eigentlichen Thema kam, fordert der Lokaljournalist alle Kinder auf, sich sofort zu melden, wenn sie ein Wort nicht verstehen oder ein Zusammenhang unklar sei.

Die erste Meldung ließ nicht lange auf sich warten. Gleich zu Beginn, als es um den grundsätzlichen Unterschied in der Medienwelt zwischen analogen und digitalen Medien ging, schnellte die Hand des 9-jährigen Toni in die Luft: „Was ist denn das, analog?“ Da kam auch der Experte ins Stottern, nahm ein Buch in die Hand und gab es Toni. „Alles, was Du an Medien anfassen kannst, ist analog. Dazu gehören beispielsweise Bücher und Tageszeitungen.“

Tageszeitung – was ist das Besondere an dieser Art der Information? Auf diese Frage hatte der Lokaljournalist eigentlich nicht mit einer Antwort von den Kindern gerechnet und wunderte sich von daher auch nicht, als zunächst alles still blieb. Aber dann traute sich doch die 9-jährige Lana aus Osterweddingen eine Wortmeldung zu: „Die müssen in der Nacht gedruckt werden und am Tag vorher gemacht werden.“ Dafür gab es denn auch gleich ein dickes Lob des Medienexperten, denn den meisten Menschen ist dies nicht unbedingt bewusst, wenn sie ihre Tageszeitung aufschlagen.

Weiter ging es im Vortrag um die Arbeitsweise der Journalisten. Wichtig sei es hierbei, sich ein Netzwerk an Informanten aufzubauen. Nur so könne man alle Informationen immer auch gegen checken, eine zweite Seite einholen. Nichts sei schlimmer, als sich nur auf die Angaben einer Pressestelle zu verlassen.

Der Leser einer Tageszeitung erwarte immer mehrere Ansichten zu einem Thema. Nur so fühle er sich rundherum informiert, komplett versorgt. Um dies zu erreichen, sei es für jeden Journalisten unerlässlich ein großes Netzwerk an Informanten aufzubauen.

Auf die Frage, wie denn nun so eine Tageszeitung aufgebaut sei, meldete sich sofort der 9-jährige Ben aus Dodendorf. Er verblüffte den Journalisten und wohl auch seine Mitschüler. „Da gibt es den Mantel, mit Politik und Sport und da gibt es das Lokale.“ 100 Punkte, lautete da der Kommentar des Referenten, dem hatte er nichts mehr hinzuzufügen.

Anschließend ging es um die Schreibe. Wie müsse die sein, damit die Leser jeden Tag aufs Neue bereit sind, sich eine Ausgabe der Volksstimme am Kiosk zu kaufen? Hier schoss die 10-jährige Charline aus Osterweddingen den Vogel ab: „Sie müssen so schreiben, dass sich die Leser vorstellen können, wie das passiert ist.“ Damit hatte sie gleich eine der Grundregeln zitiert, die jeder Journalist in den ersten Tagen seiner Ausbildung von seinem jeweiligen Chef bestimmt täglich zu hören bekommt.

Aber damit war es der Tipps natürlich noch nicht genug. „Wenn Ihr zwischen zwei Wörtern die Wahl habt, benutzt immer das kürzere. Macht kurze Sätze, sonst steigt euch der Leser aus. Schreibt positiv, denn so redet Ihr auch. Abkürzungen haben in journalistischen Texten nichts verloren. Vermeidet Fremdwörter.“

Im SchmaZ-junior-Projekt beschäftigen sich Grundschüler mit dem Medium Zeitung. Dazu bekommen sie für den Projektzeitraum täglich die Volksstimme in die Schule, um sie auf Herz und Nieren zu prüfen. Im Rahmen des Projektes können sie auch eigene Beiträge verfassen. Das Projekt wird vom Kultusministerium des Landes unterstützt.

Frauentagsfeier

Frauenfeier im Sportheim
 
Die Dodendorferinnen feiern ihren Ehrentag mit Musikprogramm
 
Eine gesellige Frauentags-Feier gab es am Freitagnachmittag im Sport- und Vereinsheim in Dodendorf. Der Chor der Grundschule Osterweddingen hatte ein buntes Musikprogramm vorbereitet.
 

Dodendorf l Über 30 Frauen begrüßte die Vorsitzende der Ortsgruppe Dodendorf der Volkssolidarität, Beate Schulze, am Freitagnachmittag im Vereinsheim am Sportplatz. „Wir begehen heute unseren Ehrentag zum 98.-Mal. Seit 1921 wird er gefeiert. Ich freue mich besonders, so viele von euch heute hier zu sehen.“

Auch der stellvertretende Bürgermeister Dodendorfs, Michael Schmitz, war gekommen und richtete die besten Grüße des Ortschaftsrats an die Gäste der Feier. „1911 fand der Frauentag das erste Mal statt. Erst 1918 haben sich die Frauen das Wahlrecht erkämpft – das war ein Riesenerfolg“, meinte Schmitz in seiner kurzen Ansprache.

Viele hätten dafür ihr Leben gelassen, so Schmitz weiter. Umso unverständlicher sei es für ihn, wie fahrlässig viele Menschen heute mit diesem Recht umgingen. Von daher appellierte er an die Gäste der Feier, von ihrem Wahlrecht am Sonntag, 26. Mai, bei der Kommunalwahl Gebrauch zu machen.

„Der Frauentag ist heute ein umstrittener Tag. Viele sind der Meinung, den brauche es nicht. Ich aber sage: Hut ab vor den Leistungen der Frau! Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück. Wenn eine Frau zurückweicht, holt sie noch mal Anlauf.“

Im Vorfeld hatte Schulze auch ein kleines Programm organisiert. Der Chor der Grundschule Osterweddingen hatte mehrere Musikstücke einstudiert und trug sie vor. Für die Leiterin der Grundschule, Petra Meyer, ist „der Frauentag ein wichtiger Tag. In der DDR hatte die Frau eine besondere Rolle, erfuhr die Frau eine besondere Anerkennung. Die Wertschätzung, dass sie oft Haushalt und Beruf gleichzeitig geschafft hat, war eine viel höhere.“

Schade sei es, dass das heute nicht mehr so ist, meinte Meyer. Der Frauentag wird da wohl nicht helfen, dies wieder umzudrehen. Dieser Tag sei heute mehr zu einem Ritual geworden. Meyer: „Aber wir kommen trotzdem immer wieder sehr gerne hier nach Dodendorf ins Sport- und Vereinsheim, gerade auch weil das alles hier so liebevoll hergerichtet wird.“

Zum Programm des Chors gehörten dann beispielsweise die Lieder „Hip-Hop – Schule ist top“, „Horch, was kommt von draußen rein“, „Mein kleiner, grüner Kaktus, „Tiritomba“ und „Immer wieder wird es Frühling“.

Nach dem Chorprogramm wartete auf die Gäste ein großes Kuchenbüfett – alle selbstgebacken. Und an der Theke versorgte Stephan Stwerak die Damen mit heißen und kalten Getränken.

 

Fasching

Fasching mit Pharao Maximo

Von Lana und Marlene

 

Am 07.03.2019 war bei uns in der Grundschule Osterweddingen Fasching. Um 09:00 Uhr trafen wir uns alle in lustigen Kostümen verkleidet in der Turnhalle. Dort warteten fetzige Musik und fröhliche Spiele auf uns. So haben wir dann eine Schneeballschlacht, einen Hula-Hoop-Wettbewerb, Tauziehen, ein Wischbattle, ein Quiz und ein Wettessen gemacht. Es wurde getanzt und gesungen.

Das Beste war der Tanzwettbewerb zwischen Mädchen und Jungen. Erst lagen die Jungen mit einem Punkt vorn, dann holten die Mädchen auf. Ob Ententanz oder Robbe, es machte einen riesen Spaß. Jedes Team legte sich so richtig ins Zeug und so entschied Frau Meyer, dass auch jedes Team jeweils einen weiteren Punkt bekam und der Wettbewerb unentschieden ausging.

 

 

Abschied in die Ferien

Abschiedsstunde in Osterweddingen

Grundschule verabschiedet Kinder in die Ferien / Beste Schüler aus den vier Jahrgangsstufen ausgezeichnet

Mit einer musikalischen Abschiedsstunde in der Turnhalle der Grundschule Osterweddingen verabschiedete Schulleiterin Petra Meyer die Mädchen und Jungen in die Winterferien. Die besten Schüler eines jeden Jahrgangs erhielten einen Buchpreis.

 
von Udo Mechenich und Liane Samland
 

Osterweddingen l „Freuen wir uns auf die Ferien?“, fragte die Leiterin der Grundschule Osterweddingen, Petra Meyer, in die Turnhalle hinein. „Jaaaaa!“, schallte es ihr entgegen. Traditionsgemäß verabschiedete sie nach der Zeugnisausgabe die Kinder im Rahmen einer besonderen Musikstunde in die Winterferien.

Gleich zu Beginn der Abschiedsfeier, zu der dieses Mal auch die Eltern eingeladen waren, gab es die Verabschiedung der beiden Praktikanten Antonia Schmidt und Robin Dahlke. Mit tosendem Applaus wurden sie von den Kindern für ihre Arbeit belohnt. Meyer: „Das ist Schule, die ans Herz geht.“

Anschließend erzählten die dritten und vierten Klassen, was sie im ersten Halbjahr dieses Schuljahres gemacht hatten.

Die beiden Klassen der Jahrgangsstufe zwei hatten als Thema „Märchen“ behandelt und diese in Schuhkartons als dreidimensionale Bilder gebastelt. „Das ist für mich lebendiger Unterricht“, urteilte Meyer als sie beispielhaft den Karton mit „Rotkäppchen“ hochhielt.

Die Schüler der dritten Klassen hatten am landesweiten „Motoriktest“ teilgenommen. Sie waren dabei zum Teil so gut, dass sie jetzt nach Magdeburg eingeladen werden, um dort eventuell in den Genuss einer besonderen Sportförderung zu kommen.

Danach zeichneten die Lehrer ihre besten Schüler jeweils mit einem Buchgeschenk aus. Aus der Klasse 1a war dies Sven, der immer ruhig und bescheiden seine Leistungen erbringt. Aus der 1b war es Nele, die trotz einer Krankheit den gesamten Stoff nachgeholt hat. Aus der 2a wurde Lea für ihre vorbildliches Sozialverhalten, aus der 2b Justus aufgrund seiner Standhaftigkeit ausgezeichnet.

In der dritten Jahrgangsstufe erhielt Alina den Buchpreis, weil sie sich über das normale Maß hinaus beim Chor engagiert hatte.

Anna Lotta aus der vierten Jahrgangsstufe erhielt die Auszeichnung, weil sie vorbildhaft auf die Menschen zugeht.

Aber nicht nur die Schüler bekamen an dieser Stelle der Abschiedsstunde eine Auszeichnung. Plötzlich stand Lehrerin Gilda Scheppan mit Blumenstrauß neben Schulleiterin Meyer und schenkte den ihr mit den schlichten Worten: „Wir haben so ein Glück mit Dir als Chefin!“

Eine Überraschung hielten Fördervereinsmitglieder parat. Sie überreichten den Jungs der vierten Klasse Stabilbaukästen im Wert von 350€. Die Kästen werden ab sofort für viel Bauspaß und Kreativität im Angebotsraum sorgen.

Am Schluss dieser un-normalen Musikstunde in der Turnhalle hieß es noch einmal Abschiednehmen. Rita Kaczmarek, eine ehemalige Lehrerin, die seit 2009 im Ruhestand ist, hatte vom 11. Januar bis zum 8. Februar freiwillig den Deutsch-, Mathematik- und Sachunterricht in der Klasse 2a übernommen.

Schulleiterin Petra Meyer: „Ich habe damals beim Schulamt angerufen und ihnen gesagt, dass Kollegin Kaczmarek einspringen würde, damit wir dem Lehrermangel begegnen können. Dort hieß es aber nur, dass kein Geld für ihren Versicherungsschutz eingestellt sei. Zum Glück sprang uns da die Gemeinde an die Seite. Dank eines Praktikumvertrags konnte Kaczmarek dann doch mit dem Unterricht beginnen.“ Der Förderverein, die Eltern und Kinder der 2a bedankten sich mit kleinen Geschenken und Gutscheinen für ihren tollen Einsatz.