Malerarbeiten im Hort

Seit Montag den 16.3 ist es still im Schulgebäude in Osterweddingen. Wo sonst mehr als hundert Kinder lernen, toben und spielen, herrscht gähnende Leere und gespenstige Ruhe. „Fast wie in einem lost place“, sagt Hortner Kai Helbich und während er sorgfältig mit Abklebeband hantiert, schwingt seine Kollegin Helga Pilz-Strube im Flur den Pinsel.

„Die Horteinrichtung in Osterweddingen ist seit 16.3 wegen Corona geschlossen. Auch Erzieherkollegen aus Osterweddingen sind in der Notbetreuung in Altenweddingen eingeteilt. Die die gerade nicht eingesetzt werden, wollten aber auch etwas sinnvolles tun.“, sagt Kai Helbich.

Für den Hort in Osterweddingen heißt das konkret, es wird gemalert. Schnell wurde mit Hilfe der Abteilung Soziales der Gemeinde Sülzetal alles geplant, Farbe besorgt und sofort losgelegt. 

     

Bereits nach einer Woche erstrahlen die beiden Horträume der Erst- und Drittklässler in leuchtendem Sonnengelb und Petrol. Auch die Hortküche präsentiert sich nun in einem neuen frischen hellen Steingrau. „Die Kinder werden staunen, wenn sie endlich wieder in unsere Einrichtung kommen dürfen.“, ist sich Helga Pilz-Strube sicher. „Wir freuen uns sehr auf die Rückkehr unserer Hortkinder.“, stimmt Kai Helbich ein. „Und wenn man die vielen gemalten und gebastelten Werke der Kinder nach dem Malern wieder aufhängt, kann man schon ein bisschen erahnen, welch ein buntes Treiben es sein wird.“

Momentan ist der untere Verbindungsflur zur Schule dabei sich ebenfalls in Neuen Glanz zu verwandeln. Nächste Woche wird dann der Flur des Hortes in ein zartes Hellblau getaucht. Direktorin Petra Meyer, deren Büro in diesem Flur liegt, ist begeistert. „Es ist überragend was hier gerade passiert.“ Liane Samland und der gesamte Vorstand des Fördervereins stimmen aus der Ferne beim Betrachten von zugesandten Fotos zu und loben die gelungene Arbeit.

 

Happy Birthday

„Wie schön, dass Du geboren bist, wir hätten Dich sonst sehr vermisst...“ Mit einem kleinen Ständchen gratulierten die Leiterin der Grundschule Osterweddingen, Petra Meyer (links), und die Mädchen und Jungen aus ihrer Klasse Gabriele Asmus am gestrigen Donnerstag zu ihrem 70. Geburtstag. Bis vor sechs Jahren war Asmus im aktiven Schuldienst und aufgrund des Lehrermangels sprang sie vor eineinhalb Jahren ein. Wie sie sich im Unterricht denn so fühle, wollte Meyer von der Jubilarin wissen. Die lächelte nur und meinte, „manchmal wie 17 an anderen Tagen wie 90“. Auch der Förderverein ließ es sich nehmen zu gratulieren und überreichte ein persönliches Geburtstagsgeschenk.