Rollbretter im Sportunterricht

In den letzten zwei Jahren kam wegen der Corona-Pandemie der Sportunterricht etwas zu kurz. Stunden mussten zwangsläufig ausfallen. Dazu kam das die Kinder während des Homeschoolings auch weniger in Bewegung waren. Um so erfreulicher war es das neue Schuljahr mit voller Stundenzahl für das Fach Sport, ganz ohne Maske und einer neuen Sportlehrerin zu starten.

Ein großer Wunsch von Theresa Neumann ist es ihre Schüler wieder zu mehr Freude an Bewegung zu begeistern. Nach einem Gespräch mit der Fördervereinsvorsitzenden war klar: "Es geht nicht um schneller, höher, weiter, sondern das die Kinder vor allem Spaß am Sport und Bewegung haben." Und so war der Förderverein der Grundschule Osterweddingen e.V. sofort dabei, als es hieß man könne noch weitere Rollbretter für den Sportunterricht gebrauchen.

Schnell wurden Kataloge gewälzt und ein ganzes Rollbrett-Set bestellt. Schon wenige Wochen später wurden die Rollbretter geliefert und zusammengebaut.

 

Als die Vorstandsmitglieder Kai Helbich und Liane Samland die vier neuen farbenfrohen Bretter dann während des Sportunterrichts überreichten, waren alle ganz aus dem Häuschen. Beide sind sich einig: "Die Rollbretter sehen nicht nur cool aus, sie bringen auch frischen Wind in den Unterricht und machen ihn noch abwechslungsreicher. Rollbretter sind besonders vielseitig und beim Rutschen, Rollen oder Fahren können die Kinder eine Vielzahl an Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen sammeln. Die Rollbretter fördern dabei Motorik, Gleichgewichtssinn und Bewegungskoordination, außerdem lassen sie die Kinder den Zusammenhang zwischen Bewegung und Wahrnehmung erkennen. Darüber hinaus werden sogar bewegungsfaule Kinder durch die Vielseitigkeit und den hohen Aufforderungscharakter eines Rollbretts zur Bewegung und zum Spielen angeregt."

Die Kinder sausten da schon begeistert mit den Brettern kreuz und quer durch die Halle.

"Wir sind unglaublich dankbar für die neuen Rollbretter. Die Kinder haben sich sehr darüber gefreut. Vor allem in freien Sportstunden, in denen die Kinder selbst Bewegungen und Geräte ausprobieren dürfen, sind die Rollbretter immer sehr beliebt. Allerdings gab es bisher nur vier davon und das Streitpotenzial war doch relativ hoch. Mit den neuen Brettern bessert sich das deutlich und die freien Sportstunden entspannen sich. Ich finde vor allem diese freien Stunden, in denen die Kinder sich ausprobieren können, sehr wichtig. Hier kann ich mich mit den einzelnen Kindern viel beschäftigen und zudem herausfinden, wo die Interessen speziell liegen und wer was kann. Das hilft mir dann in den Sportstunden besser auf die Schüler und Schülerinnen eingehen zu können und auch Dinge durchzuführen, an denen sie Spaß haben. Gerade in der heutigen sehr digitalen Zeit muss man den Kindern zeigen, dass auch Bewegung und Sport Spaß macht und vor allem auch wichtig und gesund ist. Aber auch viele soziale Kernkompetenzen werden im Sport und beim Sporttreiben gelernt. Mir ist aufgefallen, dass es den Kindern immer schwerer fällt zu verlieren bzw. das Verlieren zu akzeptieren und auch Probleme haben, im Team oder in einer Mannschaft zu agieren. Für viele Kinder ist gewinnen mittlerweile alles was zählt. Der Spaß steht gar nicht mehr so sehr im Vordergrund und das versuche ich zu ändern. Die neuen Bretter leisten nun einen wichtigen Beitrag die Schüler und Schülerinnen dazu zu motivieren, nicht nur Sport zu treiben und Spaß am Sport zu entwickeln, sondern dies auch fair und kooperierend zu tun. Das Bewegungsfeld „Gleiten, Rollen und Fahren“ des Lehrplans bietet diese Möglichkeit. Es werden verschiedene Stunden mit den Rollbrettern folgen, in denen die Kinder herausgefordert werden. Dabei werden ihre eigenen Grenzen getestet und auch die Fähigkeiten mit anderen fair zu kooperieren und zu konkurrieren. Ich denke, dass die Schüler und Schülerinnen damit viel Spaß haben werden und nebenbei viele gute und sehr gute Noten erhalten können.", so Theresa Neumann.

 

Fuhrparkerweiterung

Wenn die Sonnenstrahlen nach draußen locken, ist am Hortschuppen immer großer Andrang. Hier ist nämlich  der "Fuhrpark" des Hortes untergebracht und der ist leider in der letzten Zeit ziemlich dezimiert. Viele Fahrzeuge kamen nicht mehr durch den "TÜV" und mussten traurigerweise entsorgt werden.

Nun kommen auf 110 Hortkinder gerademal ein Zweirad, ein Dreirad und zwei Kettcars. Um so mehr freuten sich die Kinder als Fördervereinsvorsitzende Liane Samland den Horterziehern Kai Helbich und Stefanie Schöbel zwei niegelnagelneue Roller übergab. "Mega! Endlich wieder funktionierende Roller.", war die einhellige Meinung. Es wurde nur kurz gestaunt und gleich ausprobiert.

 

Die Vergrößerung des Hortfuhrparks war nur möglich durch Spendeneinnahmen vom Adventsmarkt und einer Zugabe durch den Förderverein. "Solche Gefährte sind sehr teuer. Sie müssen jede Menge aushalten und zudem noch zertifiziert sein. Da kostet das Stück schon mal 250€ aufwärts.", berichtet Liane Samland."Da können wir nur nach und nach nachkaufen. Wir suchen auf diesem Weg auch Sponsoren, die uns dabei unterstützen."

Ferienkinder sammeln Müll

"Immer dieser viele Müll vor unserer Schule. Das ist nicht schön!", da sind sich die Ferienkinder vom Hort Osterweddingen einig. Fast jeden Morgen muss die Hausmeisterin Müll und Glasscherben entfernen, die Jugendliche hinterlassen haben. "Schon seit einiger Zeit dauert dieser Zustand an. Doch das wollen wir nicht hinnehmen. Heute gehen wir mit gutem Beispiel voran.", sagte Horterzieher Kai Helbich.

Mit einer Mülltour durch Osterweddingen wollen die Kinder auf die Vermüllung im Ort aufmerksam machen. Mit Warnwesten, Handschuhen, Müllbeuteln und Bollerwagen starten sie an der Schule. Schon hier füllen sich die Müllbeutel schnell. Auch leere Flaschen gibt es hier genug, die achtlos auf das Schulgelände geworfen wurden und nun in den Bollerwagen wandern.

Wer findet wohl den meisten Müll? Wer den Schwersten? Was wenn Tiere den Müll fressen oder man sich an den Scherben verletzt? Alle Kinder packen fleißig und mit Feuereifer an und ziehen weiter durch den Hemmsack, vorbei an der Pferdekoppel, durch die Kurze Straße und entlang der Sülldorfer Straße, wo sie zum neuen Jugendtreff abbiegen.

 

 

Nachdem auch dort viel Müll gefunden und eingesammelt wurde, obwohl es hier extra einen Mülleimer gibt, wird nun erstmal eine Pause eingelegt. Bis hierher haben die Jungen und Mädchen jede Menge Taschentücher, Masken, Tüten, Feuerzeuge, Pfanddosen und Flaschen, ja sogar Windeln eingesammelt. Während sich die Kinder am Jugendtreff ausruhen, werden sie auch nachdenklich: Wer wirft eigentlich den ganzen Müll in die Gegend? Was passiert damit, wenn ihn niemand einsammelt?

So eine Müllsammelaktion macht auch hungrig. Wie gut das Oskars Opa Bäcker ist und die Kinder mit frischen Brötchen und leckeren Keksen versorgt. So gestärkt ziehen die Kinder nach einem spontanen Tischtennis-Match weiter. Es geht die Siedlungsstraße entlang und dann an der Bahnhofstraße wieder zurück bis zur Ackerstraße hinauf. Dort wird beim Lebensmitteldiscounter NP ein weiterer Stopp eingelegt. Sämtliche Pfanddosen und Flaschen werden hier über den Pfandautomaten entsorgt und der Erlös ist so hoch das jeder der fleißigen kleinen Müllsammler ein leckeres Eis kaufen kann.

Und während sie da so in der Sonne auf dem Bordstein sitzen, fühlen sie sich wie kleine Helden - Umwelthelden. In der Schule und im Hort haben sie gelernt, wie Müll getrennt und entsorgt wird und wie wichtig es für die Umwelt ist, dies zu tun. Das sich viele anscheinend nicht daran halten, stimmt sie traurig und sie hoffen, dass sich durch Bekanntwerden ihrer Aktion viele Menschen finden, die es ihnen gleich tun.

 

Stolz treffen sie gegen Mittag wieder im Hort ein. Sage und schreibe 20 Müllsäcke werden im hauseigenen Müllcontainer versenkt. "Eine wirklich tolle Aktion", findet Petra Meyer, die gerade in diesem Moment zu Schulanmeldungsgesprächen eingetroffen ist. "So lernen die Kinder Vermeidung  und richtige Entsorgung von Müll, aber auch Respekt vor der Umwelt."

Basteln mit der Talhexe

Eigentlich hat Angela es sich auf die Fahne geschrieben, sich nur um die Kindergartenkinder zu kümmern, aber da aus diesen Kindern irgendwann Schulkinder werden, besucht sie natürlich auch diese gern. Viele der Kinder kennen sie bereits aus ihrer Kindergartenzeit und hatten den restlichen Kinder viel von ihr und ihren Geschichten erzählt und vorgeschwärmt, so dass diese ganz gespannt waren sie auch kennenzulernen. Also folgte ihre Klassenlehrerin dem Wunsch. Und so hatten die Kinder der Klasse 1b zu ihrer ersten Zeugnisausgabe nicht nur einen besonderen, sondern auch lang herbeigesehnten Gast - die Talhexe aus Sülldorf.

   

Während die Talhexe die ultimative Geschichte von der Milchkanne erzählte, verteilte sie Wolle und andere Naturmateialien auf den Tischen und jedes Kind durfte sich aus ihrer Milchkanne etwas von der Hexe selbstgebasteltes herausnehmen. Anschließend ging es ans Werkeln eines Schutzamulettes. Es gab keine Anleitung zum Basteln, jeder konnte selbst ausprobieren, wie er zu einem Ergebnis kam. So fingen die Kinder an die Wolle um die Finger zu nuddeln und so kam es bei einigen vor, dass sie die Wolle so fest um die Finger gewickelt hatten, dass sie sie nicht wieder herausbekamen und alles wieder von vorn beginnen mussten. So entstanden sehr individuelle Bastelarbeiten.

   

Klassenlehrerin und Direktorin Petra Meyer war begeistert: "Das nennt man in der Pädagogik `Hilf mir, es selbst zu tun`. Also mein Herz ging dabei auf und am Ende - nach anderthalb Stunden - hatte jeder sein Schutzamulett fertig. Die Hexe segnete sie und nun da nichts mehr schief gehen kann, können wir die Zeugnisse austeilen."

  

Begleitet wurde die Bastelstunde von Maya Amberg, die als Schülerpraktikantin 14 Tage eine phantastische Arbeit geleistet hat.

 

 

 

 

Überraschung im Angebotsraum

Neben den unterrichtsrelevanten Stunden gibt es wöchentlich auch ein bis vier Stunden Angebot. Hier lernen die Kinder spielerisch und selbständig.

Im Angebotsraum gibt es daher viele Bastel- und Experimentiersachen, Stabilbaukästen und Gesellschaftsspiele mit Lerneffekt.

Schon lange hatten sich die Kinder eine Kugelbahn gewünscht.

Ein Starter Kit kam vor ein paar Wochen so gut bei den Kindern an, dass der Förderverein in Absprache mit der Schulleitung und der pädagogischen Mitarbeiterin beschloss, weitere Baukästen dazu zukaufen.

„Auf den ersten Blick mag es wie Spielzeug aussehen, aber diese Baukästen fördern Geschicklichkeit, Feinmotorik und die Augen-Hand-Koordination und schulen das räumliche Denken.“, erläuterte Direktorin Petra Meyer. „Da mit und ohne Bauanleitung gearbeitet werden kann, fördern die Kästen auch Kreativität, Phantasie und Konzentration. Die Kinder haben so viel Spaß beim Ausprobieren und Gestalten und lernen schnell und einfach spielerisch.“

Heute am 10.02.2022 erfolgte die Übergabe. Die Freude war riesengroß und schon gleich machten sich die Kinder daran verschiedene Kugelbahnen zu konstruieren.