Verkehrserziehung 2022

Am 24. und 25.03.2022 hatten wir an der Grundschule Osterweddingen wieder die Landesverkehrswacht zu Besuch um in der Klassen 1 bis 4 Verkehrserziehungsunterricht durchzuführen.

Statt Mathematik, Deutsch und Englisch standen "Verhalten im öffentlichen Raum", die "Verkehrszeichen", das "Verkehrssichere Fahrrad", "Parcourfahren" und "Move it" auf dem Stundenplan. 

  

Während Rifat Mazumder im theoretischen Teil den Kindern Verkehrssituationen aufzeigte, die Verkehrszeichen und Sinn und Zweck des Fahrradhelmes erklärte, wurde es im Werkenkeller bei Frank Röhr praktisch. Nachdem die Teile des Fahrrades erläutert wurden, griffen die Kinder selbst zum Werkzeug und lernten das Wechseln von Lampen und Schläuchen. Dann wurden ihre Fahrräder von der Polizei auf Sicherheitsmängel untersucht. Hier war alles Tipptopp in Ordnung und es gab für jeden eine Sicherheitsplakete.

     

In der Turnhalle wurde zudem ein Puppenspiel zum Thema Verkehrssicherheit aufgeführt. Interessiert lauschten die Kinder während des Stückes dem Geschehen und wurden dann selbst mit einbezogen. Sie erfuhren zum Beispiel, dass viel Bewegung auch für höhere Aufmerksamkeit und schnellere Reaktionsfähigkeit sorgt. Dies wurde gleich mit dem Programm "Move it!" umgesetzt. Mit Tüchern wurden tolle Übungen gemacht und sorgten zudem für viel Spaß.

Auf dem Schulparkplatz hatte die Verkehrswacht Straßen aufgemalt und Verkehrszeichen aufgestellt. Romi Klemme ging den Parcour mit den einzelnen Klassen erst zu Fuß ab. Es wurde genau besprochen, was an welcher Stelle zu beachten war. Dann ging es mit Roller und Fahrrad auf die Strecke.

 

Alle Grundschüler meisterten den Parcour mit Bravour. „Hier geht ein ganz dickes Lob an die Eltern der Erstklässler. Noch nie waren die Schüler der ersten Klassen so sicher auf dem Fahrrad unterwegs.“, lobte Schulleiterin Petra Meyer.

Den Viertklässlern nahm man währenddessen ihre praktische Fahrradprüfung ab. Polizei und freiwillige Streckenposten achteten genau auf der Fahrt durchs Dorf auf das Verhalten der jungen Fahrradfahrer und am Ende winkte der Fahrradpass.

Zum Schluss nahm jeder noch an einem Quiz teil und konnte so beweisen, wie gut er sich im Straßenverkehr auskennt.

Schulleiterin Petra Meyer ist sehr stolz auf ihre Grundschüler, aber vor allem auch über die tolle Organisation der Verkehrserziehungstage durch den Kollegen Mathias Petzel und die wunderbare Durchführung des Projektes durch die Verkehrswacht Sachsen-Anhalt. Dank gilt den Regionalbereichsbeamten der Polizei und allen Helfern.

Ein besonders großer Dank geht an den Förderverein der für Übungsparcoure Roller, Verkehrszeichen, eine Ampel und Warnhütchen finanziert hat. Damit können die Kinder in Schule und Hort noch besser für ihre Verkehrssicherheit trainieren. 

 

Friedenstauben

Seit Wochen schon tobt der grausame Krieg in der Ukraine, Bomben bringen Zerstörung, Menschen sterben, Menschen flüchten. Es ist nicht einfach, Kindern zu erklären, warum Menschen Menschen so etwas antun. Viele Menschen helfen mit Spenden und demonstrieren für den Frieden.

Wir haben das Thema "Frieden" und den Krieg in der Ukraine im Musikunterricht aufgegriffen.

Mit den ersten und zweiten Klassen singen wir "Kleine weiße Friedenstaube" und in den anderen Klassen "Wozu sind Kriege da" von Udo Lindenberg. Parallel basteln wir mit den Kindern kleine Friedenstauben und planen eine gemeinsame Aktion an der Schule, zu der wir beide Lieder gemeinsam singen werden.

Die Kinder sind nicht selbst auf uns zugekommen und haben das Thema angesprochen. Auch die Eltern bisher nicht. Als wir die Lieder gesungen haben, war vor allem den älteren Kindern der Anlass natürlich klar, weil sie in den Nachrichten damit konfrontiert sind. Fragen kamen auf: "Wird es einen Atomkrieg geben?", "Kommt der Krieg nach Deutschland?", "Warum macht Putin das überhaupt?" etc. Wir haben ruhig und sachlich mit den Kindern gesprochen und eingeordnet. Außerdem Erklärvideos der Kinder-Nachrichtensendung LOGO gezeigt und konnten damit offene Fragen klären und Ängste beruhigen.

Viele Kids haben auch erzählt, dass ihre Familien schon gespendet haben oder dass ihr Sportverein gerade nicht trainieren kann, weil die Flüchtlinge dort untergebracht sind.

Es kam auch die Frage auf, ob die Ukrainer nun in Deutschland bleiben wollen und wir haben diskutiert, dass die meisten wohl lieber heute als morgen in ihre Heimat zurück möchten (wenn Frieden ist) zu ihren Wohnungen, Häusern und Tieren. Zu ihrer Arbeit, Schule, zu ihrem Leben.

Vorab haben wir uns in einer Handreichung des Landes-Sozialministeriums informiert, die wir auch den Eltern bei Bedarf weitergeben würden. Eltern raten wir, mit den Kindern möglichst sachlich über das Thema zu reden ohne zu emotionalisieren oder die eigenen Ängste zu stark zu zeigen.

Wir sind dankbar, dass wir die Kinder in Frieden unterrichten können. Und auch den Schülern ist einmal mehr klar geworden, wie wertvoll diese Normalität ist.

Infos von den Musiklehrerinnen Petra Meyer  und Anja Schlender

 

Rollbretter im Sportunterricht

In den letzten zwei Jahren kam wegen der Corona-Pandemie der Sportunterricht etwas zu kurz. Stunden mussten zwangsläufig ausfallen. Dazu kam das die Kinder während des Homeschoolings auch weniger in Bewegung waren. Um so erfreulicher war es das neue Schuljahr mit voller Stundenzahl für das Fach Sport, ganz ohne Maske und einer neuen Sportlehrerin zu starten.

Ein großer Wunsch von Theresa Neumann ist es ihre Schüler wieder zu mehr Freude an Bewegung zu begeistern. Nach einem Gespräch mit der Fördervereinsvorsitzenden war klar: "Es geht nicht um schneller, höher, weiter, sondern das die Kinder vor allem Spaß am Sport und Bewegung haben." Und so war der Förderverein der Grundschule Osterweddingen e.V. sofort dabei, als es hieß man könne noch weitere Rollbretter für den Sportunterricht gebrauchen.

Schnell wurden Kataloge gewälzt und ein ganzes Rollbrett-Set bestellt. Schon wenige Wochen später wurden die Rollbretter geliefert und zusammengebaut.

 

Als die Vorstandsmitglieder Kai Helbich und Liane Samland die vier neuen farbenfrohen Bretter dann während des Sportunterrichts überreichten, waren alle ganz aus dem Häuschen. Beide sind sich einig: "Die Rollbretter sehen nicht nur cool aus, sie bringen auch frischen Wind in den Unterricht und machen ihn noch abwechslungsreicher. Rollbretter sind besonders vielseitig und beim Rutschen, Rollen oder Fahren können die Kinder eine Vielzahl an Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen sammeln. Die Rollbretter fördern dabei Motorik, Gleichgewichtssinn und Bewegungskoordination, außerdem lassen sie die Kinder den Zusammenhang zwischen Bewegung und Wahrnehmung erkennen. Darüber hinaus werden sogar bewegungsfaule Kinder durch die Vielseitigkeit und den hohen Aufforderungscharakter eines Rollbretts zur Bewegung und zum Spielen angeregt."

Die Kinder sausten da schon begeistert mit den Brettern kreuz und quer durch die Halle.

"Wir sind unglaublich dankbar für die neuen Rollbretter. Die Kinder haben sich sehr darüber gefreut. Vor allem in freien Sportstunden, in denen die Kinder selbst Bewegungen und Geräte ausprobieren dürfen, sind die Rollbretter immer sehr beliebt. Allerdings gab es bisher nur vier davon und das Streitpotenzial war doch relativ hoch. Mit den neuen Brettern bessert sich das deutlich und die freien Sportstunden entspannen sich. Ich finde vor allem diese freien Stunden, in denen die Kinder sich ausprobieren können, sehr wichtig. Hier kann ich mich mit den einzelnen Kindern viel beschäftigen und zudem herausfinden, wo die Interessen speziell liegen und wer was kann. Das hilft mir dann in den Sportstunden besser auf die Schüler und Schülerinnen eingehen zu können und auch Dinge durchzuführen, an denen sie Spaß haben. Gerade in der heutigen sehr digitalen Zeit muss man den Kindern zeigen, dass auch Bewegung und Sport Spaß macht und vor allem auch wichtig und gesund ist. Aber auch viele soziale Kernkompetenzen werden im Sport und beim Sporttreiben gelernt. Mir ist aufgefallen, dass es den Kindern immer schwerer fällt zu verlieren bzw. das Verlieren zu akzeptieren und auch Probleme haben, im Team oder in einer Mannschaft zu agieren. Für viele Kinder ist gewinnen mittlerweile alles was zählt. Der Spaß steht gar nicht mehr so sehr im Vordergrund und das versuche ich zu ändern. Die neuen Bretter leisten nun einen wichtigen Beitrag die Schüler und Schülerinnen dazu zu motivieren, nicht nur Sport zu treiben und Spaß am Sport zu entwickeln, sondern dies auch fair und kooperierend zu tun. Das Bewegungsfeld „Gleiten, Rollen und Fahren“ des Lehrplans bietet diese Möglichkeit. Es werden verschiedene Stunden mit den Rollbrettern folgen, in denen die Kinder herausgefordert werden. Dabei werden ihre eigenen Grenzen getestet und auch die Fähigkeiten mit anderen fair zu kooperieren und zu konkurrieren. Ich denke, dass die Schüler und Schülerinnen damit viel Spaß haben werden und nebenbei viele gute und sehr gute Noten erhalten können.", so Theresa Neumann.

 

Fuhrparkerweiterung

Wenn die Sonnenstrahlen nach draußen locken, ist am Hortschuppen immer großer Andrang. Hier ist nämlich  der "Fuhrpark" des Hortes untergebracht und der ist leider in der letzten Zeit ziemlich dezimiert. Viele Fahrzeuge kamen nicht mehr durch den "TÜV" und mussten traurigerweise entsorgt werden.

Nun kommen auf 110 Hortkinder gerademal ein Zweirad, ein Dreirad und zwei Kettcars. Um so mehr freuten sich die Kinder als Fördervereinsvorsitzende Liane Samland den Horterziehern Kai Helbich und Stefanie Schöbel zwei niegelnagelneue Roller übergab. "Mega! Endlich wieder funktionierende Roller.", war die einhellige Meinung. Es wurde nur kurz gestaunt und gleich ausprobiert.

 

Die Vergrößerung des Hortfuhrparks war nur möglich durch Spendeneinnahmen vom Adventsmarkt und einer Zugabe durch den Förderverein. "Solche Gefährte sind sehr teuer. Sie müssen jede Menge aushalten und zudem noch zertifiziert sein. Da kostet das Stück schon mal 250€ aufwärts.", berichtet Liane Samland."Da können wir nur nach und nach nachkaufen. Wir suchen auf diesem Weg auch Sponsoren, die uns dabei unterstützen."

Ferienkinder sammeln Müll

"Immer dieser viele Müll vor unserer Schule. Das ist nicht schön!", da sind sich die Ferienkinder vom Hort Osterweddingen einig. Fast jeden Morgen muss die Hausmeisterin Müll und Glasscherben entfernen, die Jugendliche hinterlassen haben. "Schon seit einiger Zeit dauert dieser Zustand an. Doch das wollen wir nicht hinnehmen. Heute gehen wir mit gutem Beispiel voran.", sagte Horterzieher Kai Helbich.

Mit einer Mülltour durch Osterweddingen wollen die Kinder auf die Vermüllung im Ort aufmerksam machen. Mit Warnwesten, Handschuhen, Müllbeuteln und Bollerwagen starten sie an der Schule. Schon hier füllen sich die Müllbeutel schnell. Auch leere Flaschen gibt es hier genug, die achtlos auf das Schulgelände geworfen wurden und nun in den Bollerwagen wandern.

Wer findet wohl den meisten Müll? Wer den Schwersten? Was wenn Tiere den Müll fressen oder man sich an den Scherben verletzt? Alle Kinder packen fleißig und mit Feuereifer an und ziehen weiter durch den Hemmsack, vorbei an der Pferdekoppel, durch die Kurze Straße und entlang der Sülldorfer Straße, wo sie zum neuen Jugendtreff abbiegen.

 

 

Nachdem auch dort viel Müll gefunden und eingesammelt wurde, obwohl es hier extra einen Mülleimer gibt, wird nun erstmal eine Pause eingelegt. Bis hierher haben die Jungen und Mädchen jede Menge Taschentücher, Masken, Tüten, Feuerzeuge, Pfanddosen und Flaschen, ja sogar Windeln eingesammelt. Während sich die Kinder am Jugendtreff ausruhen, werden sie auch nachdenklich: Wer wirft eigentlich den ganzen Müll in die Gegend? Was passiert damit, wenn ihn niemand einsammelt?

So eine Müllsammelaktion macht auch hungrig. Wie gut das Oskars Opa Bäcker ist und die Kinder mit frischen Brötchen und leckeren Keksen versorgt. So gestärkt ziehen die Kinder nach einem spontanen Tischtennis-Match weiter. Es geht die Siedlungsstraße entlang und dann an der Bahnhofstraße wieder zurück bis zur Ackerstraße hinauf. Dort wird beim Lebensmitteldiscounter NP ein weiterer Stopp eingelegt. Sämtliche Pfanddosen und Flaschen werden hier über den Pfandautomaten entsorgt und der Erlös ist so hoch das jeder der fleißigen kleinen Müllsammler ein leckeres Eis kaufen kann.

Und während sie da so in der Sonne auf dem Bordstein sitzen, fühlen sie sich wie kleine Helden - Umwelthelden. In der Schule und im Hort haben sie gelernt, wie Müll getrennt und entsorgt wird und wie wichtig es für die Umwelt ist, dies zu tun. Das sich viele anscheinend nicht daran halten, stimmt sie traurig und sie hoffen, dass sich durch Bekanntwerden ihrer Aktion viele Menschen finden, die es ihnen gleich tun.

 

Stolz treffen sie gegen Mittag wieder im Hort ein. Sage und schreibe 20 Müllsäcke werden im hauseigenen Müllcontainer versenkt. "Eine wirklich tolle Aktion", findet Petra Meyer, die gerade in diesem Moment zu Schulanmeldungsgesprächen eingetroffen ist. "So lernen die Kinder Vermeidung  und richtige Entsorgung von Müll, aber auch Respekt vor der Umwelt."